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Der Weg zur Luftbildauswertung

Für Ihre Luftbildauswertung zur Überprüfung auf Kampfmittelverdacht wenden wir ein klar definiertes und standardisiertes Vorgehen an, das sich an den Baufachlichen Richtlinien für Kampfmittelräumung (Phase A) orientiert. So stellen wir sicher, dass alle relevanten Informationen eingeholt werden, in das Gutachten einfließen und inhaltlich begutachtet und bewertet werden.

 

So erfüllen unsere Gutachten den gleichbleibenden hohen Qualitätsanspruch. Unsere Gutachten bieten wir bundesweit an - mit besonderem Fokus auf Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Niedersachsen.

1. Erkundungsgebiet festlegen

Mit Ihrem Auftrag legen Sie für uns das gewünschte Erkundungsgebiet fest. Auf Basis Ihrer Angaben, Bauplänen oder Flurkarten wird das Erkundungsgebiet in unser Geoinformationssystem übertragen. So kann das Gebiet mit Landkarten, Satellitenkarten und vor allem historischen Luftbildern passgenau überlagert werden.

Festlegung Erkundungsgebiet Landkarte

2. Recherche und Kauf von Militärakten

Bereits im zweiten Weltkrieg wurden Kriegsereignisse umfangreich durch die Kriegsparteien dokumentiert. So existieren detaillierte Einsatzberichte der Alliierten, die damalige Angriffe in Planung und Ausführung beschreiben. Insbesondere Angriffe auf wichtige Industriestandorte, militärische Einrichtungen, logistische Strukturen und sonstige bedeutsame Strukturen wurden umfangreich dokumentiert. Wir recherchieren diese Einsatzberichte der Alliierten und beschaffen für Ihr Projekt relevante Militärakten. Sie können wichtige Hinweise für mögliche Kriegsauswirkungen auf Ihr Untersuchungsgebiet geben.

Militärakten der Alliierten

3. Recherche in Archiven und historischer Literatur

Neben Niederschriften in Militärakten wurde das Kriegsgeschehen auch umfangreich in Büchern, Archiven, Regional- und Lokalliteratur festgehalten. Hier sind für uns sowohl Schriftstücke aus der damaligen Zeit, aber auch später verfasste Fachbücher und Kriegschroniken von Bedeutung. Auch Internetquellen geben heute Aufschluss über das Kriegsgeschehen. 

In diesem Schritt recherchieren wir systematisch die verfügbare Literatur und werten sie für Ihr Gutachten aus.

Fachliteratur Kriegshistorie und Hematliteratur

4. Luftbildrecherche

Je nach Untersuchungsgebiet existieren wenige bis sehr viele historische Luftbilder aus den Kriegsjahren. 

Wir prüfen unser eigenes Luftbildarchiv auf vorhandene Aufnahmen und fragen die jeweiligen Behörden der Bundesländer nach verfügbaren Aufnahmen an. Parallel prüfen wir die Bestände der amerikanischen und britischen Nationalarchive (NARA und NCAP), welche umfangreiche Sammlungen historischer Luftbilder umfassen. In vielen Fällen werden die Archive vor Ort von unseren Researchern besucht. 

Luftbilder werden - sofern verfügbar - für unterschiedliche Zeitpunkte beschafft, sodass eine multitemporale Auswertung ermöglicht wird.

Recherche Auswahl und Kauf von Luftbildern

5. Georeferenzierung der Luftbilder

Die für Ihr Projekt beschafften Luftbilder werden uns vom jeweiligen Archiv zur Verfügung gestellt. Jedes geeignete Bild wird in unserem Geoinformationssystem auf das Erkundungsgebiet eingepasst. Für diesen Prozess wird das Luftbild über die heutige Landkarte gelegt und mit so genannten Passpunkten eingepasst. Dabei werden Punkte, die sowohl auf den alten Luftbildern als auch heute noch erkennbar sind, miteinander in Deckung gebracht. 

Sind alle Luftbilder referenziert, lässt sich Ihr Grundstück im Zeitraffer durch die Kriegsjahre betrachten.

Georeferenzierung von Luftbild mit Passpunkten

6. Auswertung der Luftbilder

In chronologischer Reihenfolge werden die zu Ihrem Grundstück verfügbaren Luftbilder im Detail analysiert. Sichtbare Strukturen werden interpretiert und auf ihre Relevanz für mögliche Kriegsschäden und Kampfmittelgefahren bewertet.

Hier ergeben sich im Idealfall vom Krieg unberührte Strukturen. Sollten jedoch Kriegsschäden sichtbar sein, könnten diese z.B. über Bombentrichter, zerstörte Gebäude oder militärische Vorrichtungen erkennbar sein.

Luftbilder mit Markierung Kriegseinwirkungen

7. Erstellung des Gutachtens und Versand

Die Recherchen und Auswertungen der Aktenlage, Fach- und Heimatliteratur sowie der beschafften Luftbilder ist abgeschlossen. Mögliche Verdachtsflächen werden im Geoinformationssystem verortet. Je nach Nähe zum Erkundungsgebiet wird ein Verdacht auf Kampfmittelbelastung festgestellt.

Sollten sich keine Verdachtsmomente ergeben, kann das Erkundungsgebiet ohne weitere Auflagen bebaut werden. 

Die Ergebnisse fassen wir in einem strukturierten Gutachten zusammen, das Sie digital per E-Mail erhalten. Dabei führen wir alle Quellen auf und begründen unser Ergebnis. Das Gutachten enthält eine belastbare Empfehlung zum weiteren Vorgehen, auf deren Basis Sie entscheiden können.

Das Gutachten kann zudem bei allen relevanten Ämtern, Behörden und Baupartnern (Bauunternehmen, Tiefbauer, Bohrunternehmen, etc.) eingereicht werden.

Bildschirm Erstellung des Gutachtens
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